Erfolgreich Traden lernen

Jeder Profi Trader hat einmal bei Null angefangen, als der Entschluss gefasst wurde Traden zu lernen. Das wichtigste auf dem Weg zum erfolgreichen Trader ist jedoch eine vernünftige Herangehensweise.

Trader sind verwirrt

Während der Mensch in anderen Wissensgebieten die Gewohnheit abgelegt hat, Orientierungshilfe in mystischen Oraklen zu suchen, so ist diese Praxis im Trading noch voll ausgeprägt. Eine Vielzahl der Trader mit denen ich in den letzten Jahren zu tun hatte waren zutiefst verwirrt. Für viele besteht die einzige Informationsquelle aus Börsenzeitschriften („Börsenpflichtblättern:-)“), die sie fast mit religiösem Eifer verschlingen, wobei sie jede Empfehlung als heilige Offenbarung betrachten, die nicht in Frage gestellt, sondern in blindem Vertrauen für bare Münze genommen wird. Auf der Suche nach Einstiegssignalen werden Börsenbriefe abonniert und teilweise teure Tools gekauft, die eine 100% ige Strategie versprechen.

Die meisten Trader erkennen einfach nicht, dass es sich bei den Börsenzeitschriften um keine wissenschaftliche Berichterstattung handelt, sondern das kommerzielle Zwecke verfolgt werden, deren primäres Interesse es ist, Anzeigen zu verkaufen.

Obgleich Börsenzeitschriften auch auf Fakten basierende, gut durchdachte Artikel enthalten, haben solche Artikel eher Seltenheitswert und stehen derart im Widerspruch zu den zahllosen gegenteiligen, falschen Informationen, dass sie von den intelligenteren Lesern oft übersehen werden und sie für diejenigen Leser wertlos geworden sind, deren kritische Urteilsfähigkeit verkümmert ist.

Trading richtig erlernen

Trading richtig erlernen im Tradingdschungel

Eine Reihe konventioneller, selbsternannter „Experten“ hat sogar die Behauptung aufgestellt, dass es keinerlei objektive, allgemein gültige Richtlinien für erfolgreiches Trading gebe. Da jeder Trader einzigartig ist und seine eigene Strategie verfolgt, braucht jeder Trader auch ein individuelles Trainingsprogramm, so behaupten sie. Dies beinhaltet dass die Streitfrage nach der besten Strategie eine subjektive ist und nur durch den Leistungsdrang des Traders gelöst werden kann.

Obwohl diese Experten der Ansicht sind, dass es keine allgemeingültigen Richtlinien gibt, plädiert eine große Anzahl von Leuten dafür, dass Trader sich erst einmal eine Basis von Rüstzeug kaufen. Angefangen von einem Trading PC über die richtige Börsensoftware, ein gutes Chartprogramm, Börsenbriefe, etc.

Hinter dieser Denkweise steht der Grundsatz „Mehr ist besser“. Es handelt sich dabei um den ethisch wissenschaftlich Grundsatz: Mehr Geld bedeutet mehr Erfolg, d.h. mehr ist besser als weniger. Dass man ein Prinzip aus einem bestimmten Kontext, wie z.B. der Volkswirtschaftslehre auf einen anderen Kontext wie z.B. das Trading übertragen kann, ist ein logischer Trugschluss (content switching).

 

Was ist also richtig und wie also das Trading erlernen?

 Eine vernünftige Herangehensweise zum Traden lernen

Traden lernen

Traden lernen

Die Basis einer vernünftigen Auffassung von Trading ist die Einsicht, dass nur ein angemessener Wissensstand dazu beitragen kann, zweckmäßig zu handeln, der wiederum für das Erreichen eines Ziels unbedingt erforderlich ist.

Der Grund warum die NASA mit ihren Weltraumflügen so spektakuläre Erfolge erzielt hat, liegt im tiefen Verständnis der wissenschaftlichen Prinzipien der Raumfahrt. Bis ins kleinste Detail ist exakt bekannt worauf es ankom^mt. Wenn sie einen Fehler machen, was vorkommt, wissen sie, dass sie das nötige Wissen und die erforderlichen Mittel haben, um diesen Fehler zu beheben.

 

Übertragen auf das Traden lernen bedeutet dies, dass Fehler gemacht werden dürfen. Aus diesen Fehlern muss jedoch ein Trading Lernerfolg einsetzen. Mit anderen Worten: einmal gemachte Fehler müssen als Fehler identifiziert und Strategien entworfen werden diese Fehler nicht erneut zu begehen. Ein leider sehr populärer Fehler ist keinen Stop Loss zu setzen. Über diesen Fehler setzen sich viele Trader immer wieder erneut hinweg, ohne dass ein Lernerfolg einsetzt.

Daher ist es immens wichtig sein Trading zu reflektieren und ein Tradingtagebuch zu führen. Dies gilt nicht nur im Trading Lernprozess. Später hierzu mehr.

 

Fehler dürfen passieren, aber daraus müssen Lernerfolge erzielt werden

 

Am Anfang steht jedoch die eigene Strategie (Der Tradingplan)

Die eigene Strategie oder der eigene Tradingplan ist neben dem Positionsgrößenmanagement das zweitwichtigste Puzzleteil. Viele Trader agieren im wahrsten Sinne des Wortes planlos. Tips von „Experten“ werden gesucht. Der andere Teil der Trader hat zwar einen Tradingplan, hät sich aber schlicht nicht daran. So kann man das Traden nicht ernsthaft erlernen.

Die Basis einer jeden Strategie ist das darunterliegende Positionsgrößenmanagement. So individuell jede Tradingstrategie auch ist, eines sollten alle Strategien gemeinsam haben. Ein solides Fundament, welches auch nach 10 oder mehr Fehltrades nicht zum Wanken gebracht wird. Das Positionsgrößenmanagement ist ein allgemeingültiges Gesetz.

Ohne Positionsgrößenmanagement scheitert jede Strategie früher oder später. Denn ein Profitrader überlässt nichts dem Zufall oder hofft auf einen Megatrade. Es ist genau umgekehrt. Kühne Berechnung des Chance Risiko Verhältnisses gepaart mir der eigenen Handelsstrategie und disziplinierte Umsetzung des Tradingplans ohne WENN und ABER!

 Fragen wie

  • Wie hoch ist mein maximaler Drawdown, den ich mit meiner Tradingstrategie aktzeptiere?
  • Wieviele Positionen sind gleichzeitig geöffnet?
  • Wieviel Verlust bin ich bereit pro Trag hinzunehmen?
  • Ist jede Position durch einen Stop Loss geschützte?
  • Wieviel Risiko gehe ich pro Position ein (Positionierung des Stop Loss)
  • Werden Positionen über Nacht gehalten?

bestimmen den Handelsansatz.

Darüber wird dann ein individuelles Sytem gestülpt. Die einen Trader schwören auf eine Kombination von Indikatoren zur Signalerkennung. Andere schwören auf DEN einen Indikator oder machen sich Sentimentdaten zu Nutze. Wie die Strategie auch aussehen mag, das Fundament aus den richtigen Positionsgrößen mit entsprechend gesetzten Stops muss stehen.

Mit dem Traden (lernen) beginnen

Die gehandelten Basiswerte bestimmen letztlich auch die Wahl des richtigen Brokers. Leider überzeugen die meisten deutschen Online Broker nicht mit innovativen Gebührenmodellen. Diese Modelle kann man fast als antiquiriert bezeichnen. Es gibt nur wenige Broker, wie den US Broker Interactive Brokers, der das Traden zu unschlagbar günstigen Konditionen möglich macht. Diese Plattform ist aber für Anfänger nicht geeignet und auch die Kontoeröffnung ist denkbar schwierig. Einfacher macht es einem der deutsche Broker CapTrader aus Düsseldorf. Dieser knüpft an das Modell von Interactive Brokers an und besticht ebenfalls durch ein kostengünstiges Gebührenmodell. Bei Brokern wie comdirect, SBroker und Co. wird Ihnen jedoch ein Teil Ihrer Tradinggewinne durch die hohen Gebühren wieder weggenommen.

Eine kosteneffektive Möglichkeit des Tradens bieten CFD Broker. Ein CFD bezeichnet hierbei ein Differenzgeschäft.

Die folgenden Beispiele zeigen mehrere Möglichkeiten einen Trade auf den DAX zu machen. Die Herleitung von einem DAX Futures Kontrakt an der Eurex auf einen DAX CFD Kontrakt eines Brokers soll das folgende Beispiel verdeutlichen.

 

Beispiel anhand des DAX

 

Kauf eines DAX Futures Kontraktes an der Eurex

Bei einem Futures Kontrakt auf den DAX an der Eurex handelt es sich um 25x den DAX. Man handelt also einen Gegenwert von 25 x 10.000 EUR = 250.000 Euro. (Annahme: Zur einfachen Darstellung beziehen sich die folgenden Beispiele auf einen DAX Stand von 10.000 Punkten)

Um an der Eurex einen Futures Kontrakt handeln zu können müssen jedoch nicht 250.000 Euro investiert werden. Vom Broker wird eine Sicherheitsleistung gefordert. Diese Sicherheitsleistung im Fachjargon auch Margin genannt, ist von Broker zu Broker unterschiedlich. Lediglich an der Eurex ist diese Margin festgeschrieben. Eine Marginanforderung von 10.000 Euro oder mehr ist bei einem DAX Futures Kontrakt nicht ungewöhnlich.

Ein DAX Futures kann gekauft, aber auch verkauft werden. Man kann also auf steigende oder fallende Kurse spekulieren. 1 Punkt Bewegung im DAX entspricht 25 Euro Bewegung auf Ihrem Konto. Sollten Sie nun auf steigende Kurse mit einem DAX Futures Kontrakt setzen und der Markt fällt wie ein Stein 100 Punkte und Sie haben keinen Stop Loss gesetzt, mindert sich Ihre Margin von ursprünglich 10.000 Euro auf (100 Punkte x 25 Euro = 2.500 Euro) 7.500 Euro. Der Handel an der Eurex zählt mit zu den fairsten und liquidesten Märkten, ist aber aufgrund der hohen Kontraktgrößen und des Marginhandels leider nur den Profis vorbehalten. Bzw. der Zugang zu Terminbörsen ist auch für den Privatanleger möglich. Doch setzt der Handel an den Terminbörsen extrem hohe Ansprüche an den Trader und das Wissen des Traders.

Aus diesem Grund bietet die Finanzindustrie andere Produkte für Privatanleger an.

Kauf eines DAX ETF

Bei einem ETF handelt es sich um einen börsengehandelten Fonds. ETFs sind in der Regel nicht aktiv gemanaged und bilden einen Index nach. Wie z.B. des DAX. Ein ETF auf den DAX bildet den DAX 1:1 ab. Im Gegensatz zu einem Kontrakt an der Eurex bezieht sich der DAX ETF lediglich auf 1x den DAX. Ein ETF würde dann entsprechend des beispielhaften DAX Standes 10.000 Euro kosten. Um den ETF optisch günstiger zu machen setzen die ETF Anbieter ein Bezugsverhältnis von 1:100. Der ETF bezieht sich dann auf ein Hundertsel des DAX. Entsprechend ist jetzt ein Punkt Bewegung im DAX nicht mehr 1 Euro Bewegung im ETF, sondern lediglich 1 Cent. Wer jetzt komplett einmal den DAX kaufen möchte, muss 100 ETFs auf den DAX erwerben und dafür 10.000 Euro bezahlen.

Kauf eines Indexzertifikates

Genau wie der ETF bildet ein Indexzertifikat ebenfalls den DAX ab. Die Stückelung eines Indexzertifikates auf den DAX funktioniert analog derer des ETF. Bei einem Zertifikat handelt es sich um eine Schuldverschreibung des Emittenten. Ein ETF ist im Sondervermögen der Fondsgesellschaft verankert.

Kauf eines Hebelzertifikates

Ein Hebelzertifikat macht die Idee des Marginhandels an der Eurex im Ansatz für Privatanleger zugänglich. So kostet ein Hebelzertifikat auf den DAX mit einem Hebel von 2 gerade einmal die Hälfte des DAX. In unserem Beispiel wären dies 5.000 Euro. Bei einem Bezugsverhältnis von 1:100 entsprechend 50 Euro. Es werden also 50% „Sicherheitsleistung“ beim Emittenten hinterlegt. Bei einem Hebelzertifikat mit einem Hebel von 20 kostet das Zertifikat nur noch 5 Euro. Je höher der Hebel umso geringer die Marginanforderung und umgekehrt. Bei einem Hebel von 1 sind Sie wieder beim Indexzertifikat oder ETF, bei dem Sie den vollen Preis bezahlen, sozusagen 100% der Margin hinterlegen.

Kauf eines CFDs

Der CFD ist die logische Weiterentwicklung eines Hebelzertifikates. Es entfällt die lästige Suche des passenden Hebelzertifikates. Es entfällt ebenfalls die Wahl eines Emittenten. Und der Hebel spielt keine Rolle mehr, da wie wir oben gesehen haben der Hebel eine Funktion der Margin ist. Außerdem fallen bei einem CFD keine Ordergebühren an. Stellen Sie sich eimal die Ersparnis vor, wenn Sie 20 Trades pro Tag ausführen. Beim CFD Handel wird die Eurex sozusagen für den Privatanleger handelbar gemacht. Ein DAX CFD Kontrakt entspricht jedoch nicht 25 x dem DAX wie an der Eurex, sondern lediglich 1 DAX. Einige Broker wie der Broker ayondo lassen sogar Bruchteile von DAX-Anteilen zu. Für jedes Differenzgeschäft wird wie an der Eurex eine Margin einbehalten. 

Fazit: Der fairste und kostengünstigste Handel für Trader findet an den Termin- und elektronischen Börsen statt. Aufgrund der hohen Marginanforderungen bietet der CFD Handel für den Privatanleger ein kostengünstiges alternatives Vehikel erste Tradingerfahrungen zu machen. Aber auch der CFD Handel will gelernt sein.

Traden lernen mit einem Demokonto

Die meisten CFD Broker bieten die Möglichkeit zu Beginn die eigene Strategie mit einem Demokonto unter Beweis zu stellen. Mit einem Demokonto lässt sich das Traden risikofrei lernen und die Möglichkeit sollte jeder angehende Trader auch nutzen. Man beachte jedoch, dass Entscheidungen, bei denen echtes Geld im Risiko ist, anders getroffen werden als Entscheidungen auf einem Demokonto. Glauben Sie daher bitte nicht die auf einem Demokonto erzielten Ergebnisse genauso auf einem Livkonto replizieren zu können.

Eine gute Liste mit Vorstellungen vieler CFD Broker bietet das CFD-Portal.

Ist die Wahl für einen Broker gefallen und testweise ein Demokonto eröffnet, dann beginnt der Test der Strategie und vor allem der Test des Risikomanagements. Hält mein Risikomanagement dem Testbetrieb stand?

Bereits im Testbetrieb sollte jeder Trade akribisch notiert werden um Lernerfahrungen daraus zu ziehen.

 Daher Tradingtagebuch führen

Denn wenn Sie nun kein Tradingtagebuch führen und der Trade ein Verlierer wird, dann wer er wertlos für Sie. Denn Sie haben den Preis des Verluste für nichts bezahlt. Bereits wenige Stunden später sind die Informationen, die Sie daraus gezogen hätten vergessen. Sie haben aus dem Trade nichts gelernt. Anhand des Tradingtagebuches überprüfen Sie, ob Ihre Handelsmethode profitabel ist, decken Schwächen in Ihrem System auf, erkennen Bereiche die Sie verbessern müssen und identifizieren Bereiche, die sehr gut funktionieren. Ein Lernerfolg kann einsetzen. 

Sie werden also nur ein besserer Trader, wenn Sie aus jedem Trade etwas über sich selber und die angewendete Methode und den Markt lernen.

Profis dokumentieren penibel jeden Trade. Fangen auch Sie heute damit an!

 

Was ist die richtige Kontogröße Traden lernen?

 Ist die Vorarbeit geleistet, also ein Risikomanagementsystem und eine Handelsstrategie entworfen, sowie die Handelsstrategie im Tradingtagebuch überwacht und für gut befunden, kann die Strategie auf ein Livekonto mit echtem Geld übertragen werden.

Jetzt stellt sich die Frage nach der richtigen Kontogröße. Doch diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und muss differenziert betrachtet werden. Was bezwecken Sie mit dem Trading? Wollen Sie vom Traden leben können? All dies bestimmt die Kontogröße.

Traden lernen und die richtige Kontogröße

Traden erlernen mit der richtigen Kontogröße

Anfängern rate ich immer mit einem kleinen Konto anzufangen. Denn leider kommt es immer wieder vor, dass das erste Konto an die Wand gefahren wird. So sehr man sich auch bemüht setzen die Lernerfolge erst ein, nachdem man den eigenen Schmerz, nämlich den Verlust des eigenen Geldes, am eigenen Leib zu spüren bekommen hat.

Wer jedoch mit einem kleinen Konto das Traden lernen möchte und startet, sagen wir einmal mit 1.000 Euro, sollte unbedingt darauf achten, dass der Broker den Handel mit Bruchteilen von CFDs anbietet. Denn für den Handel von 1 DAX CFD ist eine Kontogröße von 1.000 Euro zu gering. Damit lässt sich kein angemessenes Risikomanagement umsetzen.

 

Warum Trading Bücher zum Traden lernen so wichtig?

Wissen ist Macht und geballtes Wissen erlangen Sie auch aus Tradingbüchern. Ich habe bereits diverse Tradingbücher gelesen und sehr viel über das Traden und über mich gelernt. Erwerben Sie aber nicht irgendein Tradingbuch, sondern informieren Sie sich ausgiebig für das für Ihre Zwecke geeignete Buch.

 

 

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